Warentauschtag

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Manche Tauschringe veranstalten öffentliche Warentauschtage (auch: Warenverschenktag, Schenktag). Jeder ist eingeladen zu tauschen, verleihen und verschenken. Die Idee stammt ursprünglich von Abfallwirtschaftsämtern in Baden-Württemberg. Der Landkreis Tübingen veranstaltet beispielsweise bereits seit 1991 Warentauschtage.[1] Es handelt sich dabei nicht um Tausch im Sinne von Tauschgeschäften innerhalb eines Tauschrings, sondern im umgangssprachlichen Sinne eines allgemeinen Gebens und Nehmens.

Der Ablauf gliedert sich in folgende Abschnitte:

  • Morgens bereiten die Organisatoren und Helfer den Veranstaltungsort vor.
  • Vormittags bringen die Teilnehmer alles, was sie loswerden wollen und was von den Organisatoren zur Veranstaltung zugelassen ist. Dann gehen die Teilnehmer wieder.
  • Mittags bereiten die Organisatoren und Helfer die Waren für die Weitergabe vor.
  • Nachmittags kommen die Teilnehmer, und holen ab, was ihnen gefällt.
  • Abends entsorgen die Organisatoren und Helfer die restlichen Waren und räumen alles wieder auf.

Beispiele

Die Zeitbörse Königsbrunn schreibt[2]: "Sie können alles bringen, ohne etwas mitzunehmen, und Sie können alles mitnehmen ohne etwas gebracht zu haben."

Der NIMM & GIB Memmingen schreibt[3]: "Bringen Sie alles, was Sie mit den Händen tragen können, alles was sauber und gebrauchsfähig – und zum Wegwerfen einfach zu schade ist ! Beispiele: Kleidung, Geschirr, Haushaltgeräte, Spielzeug, Werkzeuge, Kleinmöbel... Große Gegenstände können Sie schriftlich und adressiert an einer Pinnwand anbieten. Beispiele: Ski, Fahrräder, Autofelgen, Matratzen, Möbel, Fernseher, Kühlschränke... Sie können mitnehmen, was Sie gebrauchen können - natürlich alles kostenlos! Professionelle Händler sind von einer Warenmitnahme ausgeschlossen! WarenTauschTag heißt: Bringen, was Sie wollen, ohne etwas mitzunehmen! Mitnehmen, was Sie gebrauchen können, ohne etwas zu bringen! Keine kostenlose Müllentsorgung!"

Das Tauschnetz Bumerang Schwäbisch Gmünd schreibt[4]: "Bei einem Warenverschenktag hat jeder die Möglichkeit, gebrauchsfähige Gegenstände, die nicht mehr benötigt werden, kostenlos abzugeben und somit anderen zur Verfügung zu stellen. Unter dem Motto "Verschenken statt Wegwerfen" soll diese Aktion einerseits dazu beitragen unnötige Müllberge zu vermeiden, andererseits kann bedürftigen Menschen geholfen werden. … Jeder, der gebrauchsfähige Gegenstände abgeben möchte, kann diese am … in … kostenlos abgeben. Dort werden die Waren sortiert und für Abholer bereitgestellt. Alle Gegenstände werden gratis an Privatpersonen abgegeben. Händler sind ausgeschlossen! Bis 12.00 Uhr ist die Halle für Abholer geöffnet. Gegenstände, die keinen Abnehmer finden, werden an eine gemeinnützige Organisation weitergeleitet bzw. von der GOA entsorgt. … Grundsätzlich kann sich jeder an dieser Aktion beteiligen. Ganz gleich ob man nur etwas abgeben möchte oder nur etwas zum Mitnehmen findet, jeder kann so viele Gegenstände bringen oder mitnehmen, wie er möchte. Da der Warenverschenktag nicht der Müllentsorgung dienen soll, werden nur "gebrauchsfähige" Gegenstände angenommen, wie z.B. Bekleidung, Schuhe, Kleinmöbel, Elektrogeräte, Spielzeug, Sportgeräte, Haushaltsgegenstände Bücher, Pflanzen, Fahrräder usw. Für größere Gegenstände, wie z.B. Möbelstücke steht ein Anschlagbrett zur Verfügung."

Der Talente-Tauschkreis Vorarlberg schreibt[5]: "Es werden nur Sachen in gutem Zustand und funktionstüchtig angenommen. Sobald die Sachen abgegeben sind, ist auch das Eigentumsrecht darauf weg."

Weitere Tauschringe, die Warentauschtage veranstaltet haben:

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise