BAG
Aus Tauschwiki
Die Arbeitsgemeinschaft bundesdeutsche Tauschsysteme bestand von 1998 bis 2000(?). Sie war "ein überregionaler Zusammenschluß von Menschen, die in der Tauschbewegung aktiv sind. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Tauschidee auf allen Ebenen zu fördern und dazu beizutragen, daß sie als notwendige Kraft in einem gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozeß wahrgenommen und entwickelt wird."[1]
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Die Idee für eine überregionale Zusammenarbeit entstand auf einem Seminar in Freudenstadt im Februar 1998.[1] Auf einem ersten Treffen in Berlin und dann im Mai 1998 beim 4. Bundestreffen in München begann sie mit ihrer praktischen Arbeit.
Dort wurden "Gesellschaftspolitische und ökonomische Anliegen und Wirkungen der deutschen Tauschsysteme" erarbeitet und vorgestellt. Im Sommer 1998 wurden Wahlprüfsteine zu den Themen Verfügbarkeitsregelung, Sozialleistungen, Steuern aufgestellt, verschickt und ausgewertet. Im Herbst/Winter 1998 arbeitete die AG an ihrem Selbstverständnis und gab sich einige vorläufige Grundsätze, um Formalien zu regeln.
Im September 1999 beim 5. Bundestreffen in Rostock stellte die Arbeitsgemeinschaft ein Positionspapier für die Tauschsysteme vor.
Ziele
Zu den Zielen der BAG gehörte:
- Ideen- und Erfahrungs-Austausch Forum sein zwischen Tauschsystemen aus dem In- und Ausland
- integrativ wirken, um leichter positive Erfahrungen zu übernehmen und negative Erfahrungen vermeiden zu können ("das Rad nicht immer neu erfinden zu müssen")
- inhaltliche BATT Arbeit dokumentieren und erweitern , d.h. die Arbeit zwischen den Bundes Arbeits Treffen der Tauschringe fortführen und Erfahrungen aus den bisherigen weitergeben
- tauschsystemübergreifende Aufgaben angehen - z.B. Steuer- und Rechtsfragen, die Einbeziehung von Gewerbe, Beschäftigung von ABM-Kräften, Vor- und Nachteile von Vereinsgründungen
- Bildungsarbeit leisten - z.B. in Form von Seminarangeboten, aber auch das "empowerment" der Einzelnen in den Tauschsystemen unterstützen, durch "LETS-bzw. Tauschsystem-Akademien", Weiterbildung durch Zukunftswerkstätten oder ganz neue Möglichkeiten
- Tauschsysteme in die Gemeinwesenarbeit integrieren in kommunale Zusammenhänge und darüber hinaus
- Gemeinsam Lösungen und Strategien entwickeln mit anderen gesellschaftlichen Gruppierungen und Institutionen - auch auf der politischen Ebene, um miteinander Defizite in unserer Gesellschaft erkennen, artikulieren, abbauen oder vermeiden zu helfen
- Die öffentliche Präsenz der Tauschsysteme stärken
Sie setzte sich ein:[1]
- für eine Neubewertung von Arbeit
- für ein menschengerechtes lokales und soziales Wirtschaften
- für neue Formen des Gebens und Nehmens
- für mehr Solidarität in unserer Gesellschaft
- für Nachhaltigkeit in allen Lebenszusammenhängen
- für neue Konsummuster und Lebensstile
- für eine natürliche kulturelle Vielfalt
- für die bewußte und gegenseitige Förderung individueller Fähigkeiten und Talente
Einzelbelege
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Quelle für die Selbstbeschreibung: Reader zum Bundestreffen der Tauschsysteme 2000
Weblinks
- www.bag-tauschsysteme.de (nicht mehr aktiv)