Psychische Störungen

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Psychische Störungen bei Mitgliedern können für Tauschringe eine große Herausforderung darstellen. Andererseits bietet ein Tauschring betroffenen Mitgliedern ein gutes Übungsfeld zur Verbesserung der eigenen sozialen Kompetenz.

Wenn einfache Mitglieder von psychischen Störungen betroffen sind, muss der Vorstand Mittel und Wege finden, sie in den Tauschringalltag einzubinden. Das erfordert viel Fingerspitzengefühl und soziale Kompetenz. Da ein Tauschring zwar eine soziale Funktion erfüllt, aber keine soziale Einrichtung ist, kann ein zu großer Anteil von Mitgliedern mit (schweren) psychischen Störungen das Organisationsteam überfordern.

In diesem Fall könnte es hilfreich sein, die betroffenen Mitglieder auf Alternativen zum Tauschring hinzuweisen, die eine angemessene psychotherapeuthische und sozialpädagogische Unterstützung anbieten können. Notfalls muss das betroffene Mitglied vom Tauschring ausgeschlossen werden, wenn sein Verhalten die Existenz des ganzen Tauschrings gefährdet.

Wenn der Vorstand selbst oder Mitglieder des Organisationsteams betroffen sind, kann es zu deren Burn-Out oder zu Selbstüberschätzung führen, was die Zusammenarbeit innnerhalb der Orga erschwert und auf die Stimmung im Tauschring negativ abfärben kann.

Literatur

  • Dagmar Capell: Psychische Erkrankungen - auch im Tauschring in: Tauschmagazin Nr. 15, März 2006, S. 7-8 (online)