Mailingliste

Aus Tauschwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eine Mailingliste (engl. mailing list) bietet einer geschlossenen Gruppe von Teilnehmern die Möglichkeit zum Nachrichtenaustausch in Briefform, also eine Vernetzung mit elektronischen Mitteln. Dieser Nachrichtenaustausch ist innerhalb der Gruppe öffentlich. Besonders häufig sind Mailinglisten im Internet, wo sie mittels E-Mail realisiert werden.

Mailingliste im Tauschringalltag

Im Tauschring kann dieses Medium sehr gut zur Mitgliederaktivierung genutzt werden. Über sie können zeitnah Tauschgesuche und -angebote an alle eingetragenen Teilnehmer verteilt werden. Manche Tauschringe haben eine einzige Mailingliste für alle Zwecke, andere betreiben mehrere Mailinglisten. Zum Beispiel unterscheiden die Berliner Tauschringe zwischen drei Mailinglisten:

  • EIne offizielle Informationsliste, mit der die Orga die Mitglieder über wesentliche Neuerungen informiert. Hier werden nur ganz selten und nur die allernötigsten Nachrichten versandt.
  • Eine Diskussionsliste, wo alle Mitglieder über alle möglichen Themen miteinander diskutieren können. Hier kann es auch mal heiß her gehen. Keiner muss die Liste abonnieren, aber jeder kann.
  • Eine spezielle Markt-Liste für Tauschanfragen. Manche Leute lieben solche Anfragen, manche wollen davon verschont bleiben. Da sie über eine eigenen Liste verschickt werden, kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er sie abonnieren will, oder nicht.

Als Alternative oder Ergänzung kann es für einen Tauschring sinnvoll sein, regelmäßig einen redaktionell betreuten Newsletter zu verschicken, um die Anfragen und Diskussionsbeiträge zu bündeln. Manche Tauschringe haben auch mit Webforen gute Erfahrungen gemacht.

Umgangsformen

Der Tonfall in Mailinglisten kann manchmal etwas ruppig werden. In der Internetkultur haben sich verschiedene Verfahren bewährt, um eine angenehme und einladende Atmosphäre zu schaffen.

Netiquette

Netiquette (von "Net" und "Etikette") bezeichnet Höflichkeitsregeln im Netz. Für Mailinglisten haben sich unter anderem folgende Regeln bewährt (siehe auch die Weblinks am Ende dieses Artikels):

  • Denke an die Leser! Sei nett und höflich. Mache es dem Leser leicht, deine Nachricht zu lesen und zu verstehen. Achte auf die Rechtschreibung. Nimm dir die Zeit und gestalte den Text leserfreundlich.
  • 1 Thema = 1 Nachricht. Wer sich in einer Nachricht auf ein einziges Thema beschränkt, macht es den Antwortenden leichter, beim Thema zu bleiben.
  • Zitate sinnvoll kürzen. Kein Leser hat Lust, sich durch seitenlangen Textwust zu wühlen, nur um ein kurzes "ja, meine ich auch" zu lesen. In Mailinglisten gibt es übrigens zwei Zitierstile. Die einen schieben ihre Antworten in den Originalbeitrag ein, die anderen schreiben erst die Antwort und hängen dann die vollständige Nachricht an (TOFU).
  • Adressaten überprüfen! Wenn man in einer Mailingliste auf eine Nachricht antwortet, ist es schwer vorherzusagen, ob die Antwort nur an den Absender oder an die ganze Liste geht. Jede Liste hat das anders eingestellt. Deswegen: immer erst kontrollieren, an wen alles die Mail verschickt wird, bevor man "Senden" klickt. Sonst kann es ziemlich schnell ziemlich peinlich werden.

Moderation

Es ist sinnvoll, jemanden zu haben, der sich für die Mailingliste verantwortlich fühlt, sie mitliest und bei Bedarf mäßigend eingreift. In manchen Fällen kann es auch sinnvoll sein, dass Nachrichten erst nach Prüfung durch einen Moderator an die Liste verteilt werden.

Trolle

In der Internetkultur wird als "Troll" bezeichnet, wer absichtlich Gespräche innerhalb einer Online-Community stört. Die Provokationen sind in der Regel unterschwellig und ohne echte Beleidigungen. Er verhindert Kommunikation im Internet fortgesetzt und auf destruktive Weise dadurch, dass sich seine Beiträge auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken und keinen sachbezogenen und konstruktiven Beitrag zur Diskussion darstellen.

Die Grundregel für den Umgang mit Trollen lautet: "don't feed the troll" ("gib' dem Troll kein Futter"). Wenn sich die Listenteilnehmer nicht provozieren lassen, verliert der Troll die Freude an der Provokation. Wo diese Gelassenheit fehlt, helfen nur Moderation oder Ausschluss.

Siehe auch

Weblinks

Netiquette in Mailingliste:

Weiterführende Infos: